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Emmerich. Karnevalisten würden es ein „jeckes Jubiläum” nennen. Am Freitag feiert das Jugendcafe am Brink seinen elften Geburtstag. Zeit für eine große Party, aber auch für eine Rückschau und einen Blick nach vorn. Rainer Heuser ist an der Wollenweberstraße für den technischen und musikalischen Bereich zuständig - und von Anfang an dabei. Der Kunsterzieher erinnert sich: „Bevor das JuCa an den Start ging, gab es in Emmerich mehrere Provisorien in diesem Bereich. Aber dann haben sich die Stadtväter und -mütter dazu durchgerungen, unser Haus zu eröffnen.” Von Beginn an sei es eines der wichtigsten Ziele gewesen, den „musikalischen Bereich schwerpunktmäßig” abzudecken. Dementsprechend wurde mit dem Proberaum eine Anlaufstelle für Bands und junge Musiker geschaffen. Parallel hob das JuCa-Team die Reihe „Cafe´ 21” aus der Taufe - ein Angebot, das auch heute noch fester Bestandteil des Programms ist.
Hausaufgaben und Gespräche
Klar, dass die Einrichtung neben der Musik noch weitere Bereiche abdeckt. „Wir bieten das gesamte Spektrum der Jugendarbeit. Das reicht von der Hausaufgabenbetreuung bis zu Gesprächen, wenn unsere Besucher etwas auf dem Herzen haben”, sagt Heuser. Auf die Frage, was aus den vergangenen elf Jahren besonders haften geblieben ist, kommt die Antwort prompt: „Es ist für mich nach wie vor etwas besonderes, dass so etwas wie das JuCa tatsächlich zustande gekommen ist.” Wenn die Sprache auf Rainer Heusers Schwerpunkt „Musik” kommt, sprudelt es aus dem 59-Jährigen heraus: „Jeder kann kommen und Instrumente ausprobieren. Wenn es dann nicht die Gitarre ist, macht es vielleicht am Schlagzeug mehr Spaß.” Außerdem geben junge Musiker gegen einen kleinen Obulus Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Zudem betont der Kunsterzieher den „großen pädagogischen Wert”, den der Umgang mit Instrumenten habe: „Zum einen lernen die Jugendlichen das Üben. Zum anderen fördert das Musizieren die Motorik und die mentale Stärke.”
Kleine und große Mängel
Nicht nur, weil es in „seinem” Bereich gut läuft, ist Heuser sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand im Jugendcafe´. Trotzdem hat er Wünsche für die Zukunft: „Es gibt den einen oder anderen kleinen Mangel. Wir arbeiten mit den Jugendlichen in einer großen Halle. Es wäre toll, wenn es die Möglichkeit geben würde, mal die Tür hinter sich zu schließen, um ein Gespräch mit jemanden zu führen.” Die JuCa-Geburtstagsparty beginnt am Freitag um 21 Uhr. Nach einem Konzert von „Lucky Bamboo” haben alle Bands, die dort in den vergangenen Jahren auf der Bühne gestanden haben, die Möglichkeit, ein Geburtstagsständchen zu spielen. Ab 23 Uhr soll dann die „Rotterdam-Ska-Jazz-Foundation” die Partygäste auf die Tanzfläche bringen. Der Eintritt kostet drei Euro.
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